Bewerbung Medizin: Fragen zur Abiturbestenquote

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christa.vassileva
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Bewerbung Medizin: Fragen zur Abiturbestenquote

Beitrag von christa.vassileva » Mo 6. Mai 2019, 11:40

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte zum kommenden Wintersemester Medizin studieren und habe Interesse an der Universität Hamburg anzufangen.

Ich habe ein bulgarisches Abiturzeugnis und meine Durchschnittsnote ist 1.0.

Ich habe im Internet und auf der Seite der Universität über die Hauptquoten gelesen. Es wurde mir aber nicht alles so ganz klar.

Meine Fragen:
- Wie liegen meine Chancen in die Abiturbestequote angenommen zu werden, ausgehend davon, dass ich mich nur mit der Durchschnittsnote bewerbe (habe keine zusätzliche Ausbildungen gemacht)?
- Wie viele Bewerber werden in die Abiturbestenquote angenommen?
- Was passiert, wenn es mehrere Bewerber mit der gleichen Note (z.B. 1.0) gibt und die 20% der Abiturbestequote überschritten werden? Werden alle genommen, oder es gibt zusätzliche Kriterien, die bestimmen, ob man zum Test eingeladen wird?
- Gibt es eine Ausländerquote und wie sind meine Aussichten, falls so eine vorliegt?

Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen

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Zentrale Studienberatung - Birte Schelling
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Re: Bewerbung Medizin: Fragen zur Abiturbestenquote

Beitrag von Zentrale Studienberatung - Birte Schelling » Mo 6. Mai 2019, 15:14

Liebe christa.vassileva,

Ich gehe davon aus, dass Sie die bulgarische Staatsbürgerschaft haben. Sollte das nicht stimmen, melden Sie sich bitte noch einmal, dann sind die Informationen, die ich Ihnen gebe, ggf. nicht korrekt. Mit dieser Nachfrage kann ich gleich auch Ihre Frage nach der Ausländerquote beantworten: Diese gibt es, die Quote bezieht sich aber nur auf Bewerber*innen, die eine Staatsbürgerschaft aus Nicht-EU-Staaten haben. EU-Staatsbürger*innen sind den Deutschen gleichgestellt und fallen damit nicht in die Ausländerquote.

Über die Abiturbestenquote werden derzeit 20% der Studienplätze vergeben. Über Ihre Chancen, in dieser Quote angenommen zu werden, kann ich Ihnen keine sichere Auskunft geben. dies liegt daran, dass die Abiturbestenquote in Landesquoten aufgeteilt ist, d.h. es gibt für jedes deutsche Bundesland eine gesonderte Quote, in der die Abiturbesten dieses Bundeslandes miteinander konkurrieren. Wenn Sie Ihr Abitur im Ausland gemacht haben, werden Sie im Auswahlverfahren einem Bundesland zugelost. Je nachdem, welches Bundesland dies ist, stehen Ihre Chancen besser oder schlechter, da die durchschnittlichen Abiturnoten in den Bundesländern voneinander abweichen. Welchem Bundesland Sie zugelost werden, lässt sich aber natürlich nicht vorab absehen. Mit einer Abiturnote von 1,0 haben Sie aber in jeder Landesquote eine Chance. Wenn es in einer Landesquote mehr Bewerbungen mit einem Notenschnitt von 1,0 gibt als Plätze zu vergeben sind, entscheidet die Wartezeit, d.h die Zeit, die seit dem Abitur vergangen ist. Die Bewerber*innen mit einer längeren Wartezeit haben dann die besseren Chancen.

Innerhalb der Abiturbestenquote gibt es keine Einladung zu einem Test. In dieser Quote werden Sie entweder über Ihre Note zugelassen oder Sie werden abgelehnt. Tests spielen aber im Auswahlverfahren der Uni Hamburg (dies ist eine andere Quote) eine Rolle, für das Sie sich in jedem Fall zusätzlich bewerben sollten, um Ihre Chancen zu erhöhen. Mit einer Note von 1,0 würden Sie bei einer Bewerbung in dieser Quote in jedem Fall zum Ham-Nat eingeladen und könnten am Auswahlverfahren der Uni Hamburg teilnehmen, wenn es über die Abiturbestenquote nicht klappt. Detaillierte Informationen zum Ablauf des Auswahlverfahrens finden Sie hier: https://www.uni-hamburg.de/campuscenter ... lstart.pdf (ab Seite 5).

Mit besten Grüßen,
Birte Schelling
Zentrale Studienberatung und Psychologische Beratung
Campus-Center
Universität Hamburg

christa.vassileva
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Re: Bewerbung Medizin: Fragen zur Abiturbestenquote

Beitrag von christa.vassileva » Di 7. Mai 2019, 10:54

Vielen Dank für die ausführliche Information! War echt hilfreich.

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