Bearbeitet Bewerbung zum Master
Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meines stationären Krankenhausaufenthaltes (Corona) war es mir nicht gelungen, mich für den Masterstudiengang in Lehramt Sonderpädagogik (mit dem Unterrichtsfach Deutsch) zu bewerben. Kann ich das eventuell nachholen? Ich könnte auch eine Bescheinigung vom Arzt einreichen, wenn nötig.

Ich wäre Ihnen für eine Antwort dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Andrei Lewtschenko

7031444
Re: Bewerbung zum Master
Lieber Herr Lewtschenko,

Das ist leider nicht möglich. Die Bewerbungsfristen sind Ausschlussfristen, daher ist auch bei Krankheitsgründen keine Verlängerung der Frist möglich.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine für Ihre Pläne günstigere Auskunft geben kann.

Mit besten Grüßen,
Birte Schelling
Beratung und Administration
Campus-Center
Universität Hamburg
Re: Bewerbung zum Master
Frau schelling,

Sie schreiben, es gäbe keine Möglichkeit für mich - ist dem wirklich so? Nicht, dass ich Ihnen nicht glauben würde, aber können Sie bzw. Ihre Kollegen nicht ein einziges Mal eine Ausnahme machen?
Es sind außerordentliche Zeiten, in denen wir uns befinden (ja, auch Sie haben außerordentlich viel zu leisten, das weiß ich und Sie bzw. Ihre Kollegen haben meien Respekt!) - und mein Fall war bzw. ist ebenfalls außerordentlich. Es ist nicht so, als wäre ich meiner Pflicht aus Jucks und Dollerei nicht nachgekommen; als hätte ich die Anmeldephase verbaselt. Ich habe um mein Leben gekämpft. Und möchte dieses nun weiterführen - wie gehabt, mit all seinen Facetten.
Stattdessen sagen Sie mir jetzt, ich müsste ein Jahr warten, bis ich mich erneut bewerben kann. Das schmerzt insofern, als ich nebenbei mitbekomme, dass die Bewerber für den Bachelorstudiengang (Erstsemester) den ganzen August Zeit haben, sich über Stine anzumelden. Können Sie bzw. Ihre Kollegen nicht ein einziges Mal ein Auge zudrücken? Oder können Sie mir einen Tipp geben, wie ich die Sache noch gedreht bekomme? Kann ich mich mit ihrem Chef in Verbindung setzen? Oder kann ich mich an den Uni-Direktor wenden? Oder kann ich gar juristische Schritte einleiten, um einen Masterplatz zu erhalten? Mir liegt es sehr am Herzen, wirklich - ich möchte gern weitermachen mit meinem Studium. Weil es mir großes Vergnügen bereitet und weil ich darin aufgehe. Es muss doch einen Weg gegeben. Ich ersuche Sie, Frau Schelling, von Mensch zu Mensch, mir zu helfen. Ich habe mir die Krankheit nicht ausgesucht... Warum kann man nicht einmal die bürokratischen Hürden aushebeln? Können Sie nicht ausnahmsweise darüber hinwegsehen? Besonders, ich habe ab kommendem Semester eine Tutorstelle an der Uni --- Bitte helfen Sie mir.
Re: Bewerbung zum Master
Lieber Herr Lewtschenko,

Sie haben recht – wir alle befinden uns in außergewöhnlichen Zeiten. Dennoch können wir keine Ausnahme machen, auch in diesen Zeiten nicht. Lassen Sie mich das erläutern: Corona ist nicht die einzige Krankheit, die Menschen in ihrem Leben weit zurückwerfen kann – wenn wir für Sie „ein Auge zudrücken“ würden, müssten wir das im Sinne der Gleichbehandlung aller Bewerber*innen auch in jedem anderen vergleichbar schweren Krankheitsfall tun. Wenn wir das aber tun würden, würden sich die Zulassungsverfahren ins Unendliche ziehen – denn jedes später gesetzte Datum, zu dem eine Bewerbung dann auch aus Krankheitsgründen nicht mehr möglich ist, würde das gleiche Problem mit sich führen, das Sie schildern: Widrige, nicht selbst verantwortete Umstände können dazu führen, dass das Datum nicht gehalten werden kann. Das würde also bedeuten, dass Bewerbungen (mit entsprechenden Gründen) jederzeit möglich sein müssten. Dies wiederum würde bedeuten, dass keine geregelten Auswahlverfahren für die Studiengänge mehr möglich wären. Denn wenn jederzeit Bewerbungen eingehen, ist kein Vergleich der Leistungen der Bewerber*innen mehr möglich. Ich hoffe, diese Erläuterung macht klarer, warum das Setzen eines festen Fristendes ohne die Möglichkeit von Ausnahmen eine Bedingung für die geregelte und faire Vergabe der Plätze ist, die nichts mit sinnloser und sturer Bürokratie zu tun hat. Es tut mir wirklich leid, dass Sie in diesem Jahr mit sehr widrigen Umständen zu kämpfen hatten und dies nun auch noch die Verzögerung Ihres Studiums zur Folge hat, aber ich hoffe, Sie verstehen, dass wir das aus den oben genannten Gründen nicht kompensieren können.

Mit besten Grüßen,
Birte Schelling
Beratung und Administration
Campus-Center
Universität Hamburg
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