Bearbeitet Räumlichkeiten zur Gruppenarbeit während Corona
Hallo,

ich befinde mich zur Zeit in der Vorbereitung für das erste juristische Staatsexamen.
Leider wird diese durch die Umstände in den Bibliotheken extrem erschwert:

- In der Zentralbibliothek Recht gibt es nur 100 verfügbare Einzelarbeitsplätze, die einige Tage zuvor ab 8 Uhr morgens gebucht werden müssen und im Nu weg sind, außerdem lassen sich nur 2 Plätze pro Woche buchen.

- In der Staatsbibliothek ist es zwar ein klein wenig einfacher, an einen Platz zu gelangen, jedoch ist dort leider die nötige Fachliteratur nicht vorhanden.

- Was die Examensvorbereitung jedoch mit Abstand am schwierigsten macht, ist das Fehlen von Gruppenarbeitsplätzen. Die Gruppenarbeit und der gegenseitige Austausch ist ein existenzielles Element der Examensvorbereitung. Deshalb frage ich mich, wie die Verfasser der Eindämmungsverordnung und die Entscheidungsträger der Universität sich in diesen Zeiten eine erfolgreiche Vorbereitung vorstellen? Leider fehlen mir und einigen Kommiliton*innen sowohl die räumlichen Kapazitäten, als auch die nötige Literatur, um die Gruppenarbeit in den privaten Bereich zu verlagern. Wir sind also schlicht und ergreifend auf die Bibliothek angewiesen, die sich jedoch nun seit Beginn der Eindämmungsverordnung praktisch nicht mehr nutzen lässt.

Insbesondere leuchtet es nicht ein, wieso sämtliche Gruppenräume gesperrt sind, während in Gastronomie und öffentlichem Nahverkehr Menschen auf sehr engem Raum erlaubt sind. Es ließen sich die gleichen Auflagen 1:1 auf den Bibliotheksbetrieb übertragen, aber scheinbar scheinen Studenten, die die nächste Generation der intellektuellen Speerspitze sein sollen, schlicht keine Berücksichtigung zu finden. Ob es an der fehlenden, zahlungskräftigen Lobby oder einfach an der Ignoranz für unsere Belange liegt, lässt sich nur vermuten.

Es ist mir bewusst, dass wir uns alle in einer Krisensituation befinden, die mittlerweile jedoch deutlich abgeschwächt ist. Die Voraussetzungen, um ein anspruchsvolles Studium erfolgreich zu absolvieren, sind schlicht untragbar geworden.
Re: Räumlichkeiten zur Gruppenarbeit während Corona
Lieber raphaeltasch,

wir als Universität Hamburg setzen die geltenden Regelungen der Stadt Hamburg um (siehe https://www.hamburg.de/verordnung). Wenn Sie Fragen zu diesen haben, müssten Sie sich bitte an die zuständigen Stellen der Stadt Hamburg wenden.

Wir versuchen im Rahmen der geltenden Regelungen und in Anbetracht unser räumlichen und personellen Kapazitäten, entsprechende Lernbedingungen zu schaffen. Leider können wir weder die Regelungen selber entscheidend beeinflussen noch unsere räumlichen und personellen Kapazitäten eigenständig erhöhen.

Sobald sich die Regelungen ändern oder uns neue Kapazitäten zur Verfügung stehen, werden wir selbstverständlich versuchen, die Bedingungen weiter zu verbessern.

Ich vermute, dass diese Antwort für Sie nicht wirklich befriedigend ist, aber ich kann Ihnen versichern, dass ich für alle meine Kolleg*innen spreche, wenn ich sage, dass wir in dieser Frage die gleichen Interessen haben wie Sie.

Liebe Grüße
Thomas Walter
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